Geld im Alltag · Allgemeines Finanzwissen
Zeithorizont
Der Zeithorizont ist die Spanne, bis du das Geld voraussichtlich brauchst. Wann der Termin liegt, ändert, wie sehr Schwankungen dich treffen können.
Genauer erklärt
Grobe Bänder helfen beim Einordnen: 0–3 Jahre, 3–10 Jahre, 10 Jahre und mehr. Ein kurzer Horizont macht Verfügbarkeit und geringere Schwankung wichtiger, weil wenig Zeit bleibt, einen Rücksetzer auszusitzen. Ein langer Horizont lässt Schwankungen eher zu — ohne sie ungeschehen zu machen. Risikogeschmack kommt nach dem Termin, nicht davor.
Hintergrund
Wenn du in einer Schwächephase entnimmst, kann die Reihenfolge der Jahreserträge das Restkapital verändern — selbst bei gleichem Durchschnitt. Das Reihenfolgerisiko ist hier nur eine Warnlampe, keine Entnahmeformel. Ein Hauskauf in 18 Monaten ist ein kurzer, oft unverschiebbarer Horizont: zuerst die Summe sichern, die am Stichtag da sein muss. Finmon empfiehlt keine Mischung.
Ein Beispiel
Anzahlung in 18 Monaten: der Termin ist näher als drei Jahre. Ob Kurse in zwanzig Jahren steigen, ändert den Stichtag nicht.
Häufiges Missverständnis
Zuerst kommt, wie mutig ich mich an der Börse fühle.
Zuerst kommt, wann das Geld da sein muss. Gefühlte Risikobereitschaft steht dahinter.
Quelle: Investor.gov · Asset allocation. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.