Investieren · Allgemeines Finanzwissen
Reihenfolgerisiko
Dieselbe durchschnittliche Rendite in anderer Reihenfolge kann zu anderem Vermögen führen — wenn du unterwegs Geld entnimmst.
Genauer erklärt
Ohne Ein- und Auszahlungen ist die Reihenfolge derselben Jahresrenditen für den Endstand oft egal, weil multipliziert wird. Sobald du entnimmst, treffen frühe Verluste einen größeren Topf. Späte Verluste treffen einen schon verkleinerten Topf. Das ist Mechanik, keine Entnahmeregel.
Hintergrund
Nahe am Ruhestand oder bei geplanten Entnahmen wiegt die Reihenfolge schwerer als in einer langen Ansparphase ohne Entnahme. Ein Modell mit festen Entnahmen isoliert den Effekt; es ist keine Prognose und keine „sichere Entnahmerate“. Finmon berechnet dir keinen Entnahmepfad als Rat.
Ein Beispiel
Modell, 10.000 €, 1.000 € Entnahme am Jahresende. Pfad A: −20 %, dann +25 % → 7.750 €. Pfad B: +25 %, dann −20 % → 8.200 €. Dieselben zwei Renditen, anderes Endvermögen. Ohne Entnahme wäre beides 10.000 €. Keine Prognose.
Häufiges Missverständnis
Wenn der Durchschnitt stimmt, ist der Weg egal.
Bei Entnahmen treffen frühe Verluste einen größeren Topf. Dasselbe Mittel kann anderes Endvermögen ergeben.
Quelle: Investor.gov · Introduction to investing. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.