Wohnen · Rechtsraum DE
Mietbelastungsquote
Die Mietbelastungsquote setzt die Miete ins Verhältnis zum Einkommen. Sie ist eine Statistik und keine Zielregel für einen Vertrag.
Genauer erklärt
Stand 2022, Endergebnisse des Mikrozensus: Destatis weist für Hauptmieterhaushalte in Deutschland eine durchschnittliche Mietbelastung von 27,9 Prozent aus. Gemeint ist der Anteil der Bruttokaltmiete am Haushaltsnettoeinkommen. Destatis weist darauf hin, dass ein Vergleich mit früheren Jahren wegen eines Zeitreihenbruchs nicht möglich ist. Finmon überträgt diesen Durchschnitt nicht auf eine Wohnung.
Hintergrund
Dieselbe Quote fällt je nach Einkommen sehr unterschiedlich aus. Haushalte mit niedrigem Einkommen tragen im Durchschnitt einen höheren Anteil als Haushalte mit hohem Einkommen. Ein landesweiter Mittelwert sagt nicht, welche Miete ein Haushalt tragen kann. Dafür gibt es kein Finmon-Ziel. Wer die Miete nicht mehr zahlen kann, findet Beratung bei der Wohngeldstelle, der Schuldnerberatung oder dem Mieterverein, je nach Lage.
Ein Beispiel
Zwei Haushalte zahlen dieselbe Bruttokaltmiete. Beim niedrigeren Einkommen ist der Anteil am Netto höher. Der Durchschnitt von 27,9 Prozent aus dem Jahr 2022 beschreibt keinen der beiden Haushalte.
Häufiges Missverständnis
Es gibt eine feste Prozentregel, wie viel Miete vom Einkommen zulässig ist.
Die Destatis-Quote misst einen Durchschnitt. Sie ist keine Genehmigung und keine Obergrenze für einen Vertrag.
Quelle: Destatis · Mikrozensus Wohnen 2022. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.