Investieren · Allgemeines Finanzwissen
Anleihen als Kredit
Mit einer Anleihe leihst du einem Staat oder Unternehmen Geld. Im Gegenzug ist ein Zins (Kupon) und meist eine Rückzahlung zum Termin versprochen — wenn der Emittent zahlt.
Genauer erklärt
Steigen die Marktzinsen, werden bestehende Anleihen mit niedrigerem Kupon typischerweise weniger wert, wenn du sie vor dem Ende verkaufst. Fallen die Zinsen, steigen bestehende Kurse oft. Bis zur planmäßigen Rückzahlung kann der Kurs schwanken; das Versprechen ist kein Tagesgeld.
Hintergrund
Die Restlaufzeit und der Kupon beeinflussen, wie stark der Preis auf Zinsänderungen reagiert — das ist die Idee hinter Duration, keine Kennzahl zum Auswendiglernen. Kreditrisiko (zahlt der Emittent?) und Zinsänderungsrisiko sind verschieden. Ein Anleihefonds mischt beides und hat kein festes Enddatum wie eine einzelne Anleihe.
Ein Beispiel
Du hältst eine Anleihe mit 2 % Kupon. Neue vergleichbare Anleihen bieten 4 %. Wer deine alte Anleihe kauft, verlangt typischerweise einen Abschlag im Kurs. Das ist ein Mechanismus, keine Kursgarantie.
Häufiges Missverständnis
Anleihe = fester Preis wie auf dem Sparbuch.
Der Kupon kann fest sein. Der Verkaufskurs bewegt sich typischerweise gegen die Marktzinsen. Der Emittent kann ausfallen.
Quelle: Investor.gov · Bonds. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.