Investieren · Allgemeines Finanzwissen
Anlageklassen
Anlageklassen bündeln Anlagen mit ähnlicher Ertragsquelle: Aktien, Anleihen, Cash und oft Sachwerte. Die Klasse sagt, woher ein Ertrag kommen soll — nicht, welchen Anteil du halten sollst.
Genauer erklärt
Bei Aktien ist die Quelle eine Restbeteiligung am Unternehmen. Bei Anleihen ein Zins- und Rückzahlungsversprechen. Cash bringt in der Regel Zinsen auf Einlagen, verliert aber Kaufkraft, wenn Preise steigen. Sachwerte — etwa Immobilien oder Rohstoffe — beziehen Ertrag aus Nutzung, Miete oder dem Preis des Guts selbst.
Hintergrund
Dieselben Produktwörter können verschiedene Quellen mischen. Ein Fondsname ersetzt die Frage nach der Quelle nicht. Typische Schwankung folgt oft der Quelle, ist aber keine feste Rangfolge und keine Allokationsregel. Finmon gibt keine Mischungsvorschrift; die Einordnung hilft nur, Angebote zu lesen.
Ein Beispiel
Zwei Angebote: eines beteiligt dich am Gewinn eines Unternehmens, das andere zahlt einen vereinbarten Kupon, solange der Emittent zahlt. Das ist zuerst ein Unterschied der Ertragsquelle — noch keine Entscheidung über Anteile.
Häufiges Missverständnis
Anlageklasse heißt: so und so viel Prozent von jedem Topf.
Die Klasse benennt die Ertragsquelle. Eine Mischungsregel folgt daraus nicht.
Quelle: Investor.gov · Asset allocation. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.