Finmon · Finanzwissen

Geld im Alltag · Allgemeines Finanzwissen

Dispokredit

Ein Dispokredit in Deutschland und ein Overdraft im Vereinigten Königreich sind dasselbe Grundprinzip: du kannst mehr ausgeben, als auf dem Konto liegt. Zinsen fallen in der Regel auf den Betrag an, den du tatsächlich nutzt — oft teurer als viele andere Kredite.

Genauer erklärt

Die Linie ist Verfügbarkeit, kein geschenktes Guthaben. Zinsen laufen typischerweise so lange, wie das Konto unter null bleibt, oft taggenau auf die Inanspruchnahme. Der Rahmen kann nach den jeweiligen Vertragsregeln gekürzt oder gestrichen werden; das ist örtliches Vertragsrecht, keine universelle Finmon-Regel.

Hintergrund

Weil der Kredit revolvierend ist, kann eine kleine, dauerhafte Nutzung Monat für Monat Zinsen erzeugen, ohne dass die Restschuld von selbst sinkt. Eingeräumte und geduldete Überziehung (arranged and unarranged overdraft) sind verwandte Bezeichnungen derselben Idee, keine 1:1 kopierten Rechtsregeln. Finmon empfiehlt keine Umschuldung und kein Produkt. Notiere genutzten Betrag und den Zinssatz auf dem Kontoauszug — und ob du unabhängige Hilfe brauchst.

Ein Beispiel

Du nutzt jeden Monat 300 € Dispo und gleichst sie nicht aus. Die 300 € bleiben stehen: Zinsen laufen auf dem in Anspruch genommenen Betrag weiter, nicht auf dem ungenutzten Rahmen.

Häufiges Missverständnis

Im Limit ist der Dispo ein kostenloser Puffer.

Die Linie ist Verfügbarkeit. Zinsen laufen in der Regel auf dem in Anspruch genommenen Betrag.

Quelle: BaFin · Dispositionskredit. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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Kurz zum Einstieg

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