Investieren · Allgemeines Finanzwissen
Währungsrisiko
Wenn Anlagen in einer anderen Währung notieren als dein Alltag, kann der Wechselkurs den Wert in deiner Währung ändern — zusätzlich zum Kurs der Anlage.
Genauer erklärt
Ein ungesicherter Aktienfonds mit vielen Titeln in US-Dollar, gebucht in einem Euro-Depot, trägt ein Extra: schwächt sich der Dollar zum Euro, kann der Euro-Wert fallen, selbst wenn die lokalen Aktienkurse stehen. Eine Währungsabsicherung ist ein eigenes Instrument mit eigenen Kosten, keinem Gratis-Schutz.
Hintergrund
„Welt“ im Namen heißt nicht „in meiner Währung gesichert“. Absicherung kann das Währungsrisiko gegenüber einer Leitwährung verringern und andere Risiken oder Kosten hinzufügen; sie entfernt nicht das Marktrisiko der Aktien. Finmon empfiehlt weder ungesichert noch gesichert und keinen Devisenhandel.
Ein Beispiel
Lehrzahl: die Aktie steht in Dollar unverändert. Der Dollar fällt 10 % zum Euro. In Euro ist der Anteil grob 10 % weniger wert — vor Kosten und Timing. Das ist ein Mechanismus, kein Handelstipp.
Häufiges Missverständnis
Wenn mein Depot in Euro ist, habe ich kein Währungsrisiko.
Die Depotwährung ist die Anzeige. Ungesicherte Fremdwährungstitel schwanken extra mit dem Wechselkurs.
Quelle: ESMA · Investor Corner. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.