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Reallohn

Der Reallohn setzt den Nominallohn ins Verhältnis zu den Verbraucherpreisen. Ein höherer Lohn auf dem Papier kann trotzdem weniger Kaufkraft bedeuten.

Genauer erklärt

Destatis bildet den Reallohnindex als Nominallohnindex geteilt durch den Verbraucherpreisindex, mal 100. Steigen die Verdienste stärker als die Preise, ist die Veränderung des Index positiv. Steigen die Preise stärker, ist sie negativ. Die Veränderung ist nicht die Differenz der beiden Prozentsätze, sondern die Veränderung dieses Quotienten. Finmon nennt keine aktuelle Veränderungsrate.

Hintergrund

Der Index beschreibt die Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Gesamtwirtschaft, einschließlich Sonderzahlungen. Er ist keine persönliche Gehaltsabrechnung und keine Prognose. Andere Länder veröffentlichen andere Indizes mit anderen Körben. Dieses Modul bleibt beim deutschen Reallohnindex. Die aktuelle Zahl steht bei Destatis, nicht in der App.

Ein Beispiel

Der Bruttolohn auf der Abrechnung steigt, und die Preise im Warenkorb steigen stärker. Die Kaufkraft kann dann sinken, obwohl die Eurozahl größer ist. Ob das in einem Quartal so war, liest du bei Destatis. Finmon hat das Quartal nicht.

Häufiges Missverständnis

Wenn der Lohn in Euro steigt, ist die Kaufkraft automatisch gestiegen.

Kaufkraft hängt daran, ob die Verdienste stärker steigen als die Verbraucherpreise. Das misst der Reallohnindex.

Quelle: Destatis · Reallohnindex. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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