Finmon · Finanzwissen

Geld im Alltag · Allgemeines Finanzwissen

Opportunitätskosten

Jede Verwendung von Geld hat eine Alternative, die du dann nicht wählst. Diese entgangene Alternative ist die Opportunitätskosten.

Genauer erklärt

Bargeld unter der Matratze vermeidet Kontogebühren und Kursschwankung — und gibt dafür Zinsen und Kaufkraft preis, die eine andere Verwendung hätte haben können. Umgekehrt bindet ein langfristiger Vertrag Verfügbarkeit. Es geht nicht um Reue, sondern um den Vergleich zweier Pfade.

Hintergrund

Im Modell stehen oft entgangene Zinsen oder entgangene reale Kaufkraft. Beides ist eine Annahme, keine Prognose. Inflation macht ungenutztes Bargeld still teurer, ohne dass ein Kontoauszug das ausweist. Zinseszins als Alternative ist ebenfalls nur ein Rechenpfad. Finmon bewertet nicht, welcher Pfad „richtig“ ist.

Ein Beispiel

1.000 € liegen ein Jahr in der Schublade. Bei 3 % Preissteigerung kauft derselbe Schein am Ende nur noch so viel wie zuvor etwa 971 €. Zusätzlich fehlen Zinsen, die ein Guthaben hätte zeigen können — Rechnung, kein Vorwurf.

Häufiges Missverständnis

Was ich nicht anlege, kann auch nichts kosten.

Nicht-Verwenden hat Alternativen: entgangene Zinsen und oft weniger Kaufkraft.

Quelle: OECD · Financial literacy. Version 0.2.0 · Nächste Prüfung 2027-03-08. Finmon erklärt, berät aber nicht. Keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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